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> Index > Blues Mobile
 

 

Schließlich einigten wir (Jake, Elwood und Jack Daniels) uns auf einen 1980er Opel Rekord. Flugs zum Telefon gegriffen haben wir abends um 11 Uhr einen Termin für den nächsten Tag klargemacht.
 

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Verkatert fuhren wir nach der nicht vorgenommenen, aber fälligen, Zeitumstellung mit einer Stunde Verspätung Richtung Bergheim. Dort angekommen wurden wir erst einmal enttäuscht: Die Karre war äußerlich zwar gut in Schuss, dennoch ließ sich die 2-türigkeit nicht wegdiskutieren. Aber nach der Probefahrt und dem anschließenden Runterhandeln um 50% (in Worten: FÜNZIG Prozent) haben wir uns das Gefährt gekauft. Gekostet hat uns der Wagen neben Redekunst dann schließlich DM 100 (die gute, alte DM). Da das Auto noch auf den Vorbesitzer angemeldet war, konnten wir direkt mit dem noch „Sledge Mobile“ gen Heimat aufbrechen. Jake war nach all sein Bemühen um das Projekt sicherlich auch der richtige Fahrer, der das „neue“ Auto nach Hause kutschieren durfte. Ungewöhnlich war die Automatik Gangschaltung dann dennoch: Jake, achte auf deinen linken Fuß!

Kurz nach dem wir die Heimfahrt angetreten hatten, nahmen wir auf dem Highway 4 eine Wertsteigerung des Wagens um 100% vor: Wir tankten die Karre voll! (damaliger Benzinpreis: DM 1,69) Die Reise ins Oberbergische verlief problemlos und wir waren uns sicher, dass das ein gutes Omen für die Zukunft ist. Schließlich und endlich rollten wir in das Vorbereitungslager für das Umbauprojekt in Marienheide ein.

Der Grundstein für das Blues Mobile war gelegt und die Wandlung konnte beginnen.

EB 21/VIII/2005

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Hereinspaziert! Hereinspaziert!

Die Entstehungsgeschichte des Blues Mobiles ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Hier das Kapitel vom Kauf des Autos:

Wie schon seit einiger Zeit, waren wir auch Anfang 1998 wieder aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen unterwegs in: schwarzer Anzugshose, schwarzem Jackett, schwarzer Sonnenbrille, schwarzer Krawatte, schwarzen Schuhen und weißem Hemd, also auf gut deutsch: in Kutte. Unsere Popularität war ungebrochen, dennoch mussten und wollten wir uns aus der Masse der verkleideten Blues Brothers herausheben.

Da kam Jake mit seinem von Gott gegebenen Einfallsreichtum auf die Idee, ein Blues Mobile für unsere Gemeinschaft anzuschaffen. Er hatte es so im Gefühl, dass man mit so einem Vehikel „authentischer rüber käme“. Diesen Einfall trug Jake mittels Telefonat an Elwood heran, während sich dieser in einer wichtigen Sitzung eines namenhaften Leuchtmittelherstellers aus dem Oberbergischen befand. Aus diesem Grund und deshalb, dass Elwood von Natur aus eher ein zurückhaltender Mensch ist, stieß dieser Vorschlag nicht gerade auf große Gegenliebe. Jake wurde ob seines Vorschlag eher müde belächelt, denn unterstüzt. Alle weiteren Versuche seinerseits, Elwood von der Genialität seines Wunsches zu überzeugen, liefen ins Leere. So hatte sich der kleinere der Blues Brothers schon damit abgefunden für immer und ewig kein Blues Mobile zu fahren.

Manche Überredungsversuche waren kläglich: Sich einen uralten mit Grünspan besetzen Ford Granada von einem Erdmännchen als zukünftiges Blues Mobile vorzustellen ist wirklich nicht einfach.

Doch da kam es wie es kommen musste: Der Teufel Alkohol schlug zu!

Als Elwood für ein Wochenende Strohwitwer war, hatte er nichts besseres zu tun, als Jake und andere Kumpane auf einen kleinen Umtrunk einzuladen. Jake hatte „zufällig“ die neuesten Ausgaben von Such und Find, Marktplatz, Automobile finden leicht gemacht und und und dabei. Als das ganze Bier Elwood gefügig gemacht hatte, kam Jake’s große Stunde. Er holte die Printmedien hervor und begann zu suchen und zu finden: Schau mal hier, Elwood; Boah, Elwood, der ist toll usw.