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Deutschland im Juni 2006: Was ist das größte Event landesweit? Die Fussball WM? Nein! Rrrrichtig: die Bluestour!
Vorab die Mannschaftsaufstellung der diesjährigen Tour:
Hinten links: wie immer Jake Blues
Hinten rechts: Stammspieler Elwood Blues
Vorne rechts: mit hervorragendem Einsatz aus dem Vorjahr, Harry aus Halver
Vorne links: im Sturm Sascha „The Duck“
Mit diesem Team haben wir uns aufgemacht, der WM im eigenem Land Konkurrenz zu machen. Und verdammt, es ist uns gelungen. Wen interessiert schon Elfenbeinküsten und Argentinien, wenn man mit dem weltbesten Entenfahrer durch die Gegend cruisen kann.
Der Start der Tour war wie immer in good old Wipperfürth. Nach kurzem Warmlaufen holten wir den Fahrer aus dem letzten Jahr, Harry, aus Halver ab. Der versorgte uns natürlich mit frischen isotonischen Getränken. Aber nicht nur die Fahrer, sondern auch das Blues Mobile hatte mächtig DURST... 
Nach kurzer Fahrt, verschlug es uns dann nach Dabbel Ju Appa Wällie, auch Wuppertal genannt. Dort erfuhr man, was man nach einer Bluestour noch so alles machen kann: 
Nach einem kleinen Imbiss mit dem verdammt bestem Döner der Stadt, kehrten wir in die „KATE“ ein. Geschmeidiger Laden mit netten Leuten und klasse Ambiente.
Hier zeigte sich schon, was für einen Helldriver wir uns dieses Jahr an Land gezogen hatten: Mister Hotrodder „The Duck“ legte weder besonderen Wert auf weiße Schilder mit rotem Balken noch auf Bürgersteige, die als Biergarten reserviert waren.
Nach der Fotosession in der „KATE“ ging es dann weiter durch Wuppertal und was hat Jake feststellen dürfen?! Wuppertal wird auch „Klein Chicago“ genannt, denn die Stadt im Bergischen hat eine eigene LOOP (engl.: Öse, Schleife, Kreislauf; Hochbahn in Chicago) hier auch Schwebebahn genannt. Und noch mal Kom
pliment an den Fahrer, der jeden noch so ausgefallen Wunsch von Jake bzgl. ausgefallener Sets für seine Fotoserie bediente und wahrscheinlich das Blues Mobile auch noch auf den Kopf gestellt hätte.
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Nach kurzem auffüllen der Elektrolyte-Vorräte an einer Tankstelle ging es dann auf den Highway 3 Richtung Köln. Da galt dann der Spruch: ist die Straße nass, Fuß vom Gas - ist die Straße trocken, drauf den Socken. Und die Strasse war trocken... „The Duck“ fuhr so schnell mit der Bullenschaukel, dass wir jünger ausstiegen, als wir eingestiegen waren.
Das forderte natürlich seinen Tribut und Bluesi musste seinen unbändigen Durst an einem Tankrüssel an der Raststätte Ohligser Heide ein weiteres Mal stillen (übrigens der Ort, an dem Jake schon seit Jahren Urlaub machen will).
Was uns dort nach dem Tanken erwartete, ließ uns zunächst an unserer Sehkraft und vor allem unserem Verstand zweifeln. Duck fuhr mit enormem Geschwindigkeitsüberschuss an Elwood vorbei um mit einem gewagten Bremsmanöver das Blues Mobile vor dem Tankshop zum stehen zu bringen, aus dem Jake mit eiskalten Vorräten eilte, um wieder im Blues Mobile Platz zu nehmen und die Fahrt mit frischem Elan fortzusetzen. Aber warum zögerte Jake auf einmal und stieg nicht ein? Und wie konnte Duck erneut vorfahren, wo er das Blues Mobile doch gerade eben erst 10 Yards weiter geparkt hatte? Und wie konnte Duck aus dem Auto steigen und zeitgleich einige Meter weiter neben Elwood stehen? Hatten wir es hier unter Umständen mit dem „Back-To-Future-Part-Two-Syndrom“ zu tun? War Duck in Wirklichkeit Dr. Emmett Brown und hatte soeben das Raum-Zeit-Kontinuum empfindlich verletzt?
Nichts dergleichen. Die Antwort war so einfach wie genial (man hätte eigentlich sofort drauf kommen können):
Eine Punkband aus Mandeln in Hessen unterwegs mit Blues Mobile von Oberhausen nach Gießen trifft beim Tankstop in Ohligser Heide eine Bluesband aus Wipperfürth unterwegs mit Blues Mobile von Wuppertal nach Köln (ist soweit klar geworden, denke ich?!).
Es gibt also tatsächlich noch genauso Verrückte wie wir, die viel Geld und Zeit investieren, um aus einer alten Karre einen schillernden Stern am wunderschönen Blues-Mobile-Firmament zu zaubern. Das wurde natürlich gebührend gefeiert
(unter latenter Aufsicht der Grünen), man unterhielt sich, man fachsimpelte, man beschloss die Brüderschaft. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann stehen sie noch heute an der Tanke... Aber jeder schöne Moment geht einmal zu Ende und auch wir mussten uns von unseren „Brüdern“ trennen (Gruß an Möm und Gefolge aus Mandeln in Hessen an dieser Stelle).
In Köln angekommen, war es dann höchste Zeit, den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren. So gab es dann, je mach Geschmack, Caipi, Bier oder Bourbon. Dazu spendierte Harry noch eine Riesen Pizza für alle, wobei Jake versuchte, einen anderen Hunger zu stillen... Nach diesem Imbiss wurde allseits beschlossen, dass die Tour dieses Jahr gut war und es an der Zeit war, nach Hause zu fahren. Auf der Rückfahrt gab Sascha „The Duck“ noch einmal alles und brachte sowohl Harry als auch Jake and Elwood wohlbehalten nach Hause.
2006 war eine herrliche Tour voller Überraschungen und Spaß! So kann es gerne weitergehen. Wir freuen uns auf 2007...
27/I/2007 EB
Die komplette Fotoserie der 2006er Tour gibt es hier zu sehen...
